Säins Tschikken Uetendorf

Säins Tschikken – Die Geschichte

Es war einmal…
…Zig quitschende Saxtöne, phustende Trompetenklänge, unrythmische pauckenschläge, unkontrolliertes Schlagzeuggeklefel, falschtönendes Posaunengeduddle, zig ungenutze Noten und verwilderte Hühner…

Und so hiess es nachts plötzlich, laut und deutlich vom Gokel gesprochene Worte: „ ig has!!“ Gähnendes gegacker nahm die klare Ansage wahr „um was geits genau?“ Während das Hühnerauge schon wieder nach Träumen suchte, sprudelte und pickte es weiter: „Säins Tschikken…..“

Morgens dann der verhühnerte Gedanke – da war doch was – schnabulierte es auch schon weiter: „ ig ha im Fall ä fäderigi Idee gha di Nacht – mir gründe ä Guggemusig, dr Name ha ig scho“ Hühnerbeinnochmal – genau – das wars!! Säins Tschikken, kam dies doch dem Hühnerauge auf einen Schlag bekannt vor!

Auf die Idee mitten in der Nacht wurde innert Kürze Hühnermist gestreut, so dass das ganze in schneller Form zu wachsen beginnen konnte! Die Namensidee basierte auf den Comedy Teil: Kentucky schreit ficken, aus der Sendung RTL Samstag Nacht und noch bis heute wird nur gemunkelt und fantasiert, was Säins Tschikken eigentlich genau heissen könnte. Tatsache ist, dass dazu auch heute keine genaue Beschreibung abgegeben wird – denn schlussendlich war der Gedanke – Säins Tschikken – und nicht wir-sind-Hühner oder Zukunftshuhn – sondern einfach Säins Tschikken – wo sich jeder seinen eigenen Reim draus machen darf.

Tja, dann – war die Idee also gereift, Lisu, Urslä, Der Dieter und Yv als tatkräftige Hühnerbeine angeheuert und so lief das Werbungmachen in voller Hühnerkralle. Zu diesem Zeitpunkt wurde noch alles aus eigenem Hühnersaft gemacht – da gabs noch weder einen Kassier, der Geld zurückerstattete noch ein Nähhuhn das zur Verantwortung des Kostüms gezogen wurde, noch irgendjemand der überhaupt für alles gerade stand – da war alles noch frei nach Handgelenk – eben – Säins Tschikken – was immer es heisst, dass immer gab’s zu tun!

Es wurde auf eigenen Hühnerbeinen von Haus zu Haus gehühnert um Flyers in die Briefkästen zu legen und schon bald hatten wir ein paar hühnerwillige Leute gefunden, die es versuchen wollten, als Säins Tschikken an der Fasnacht mit Tröten und Trommeln teil zunehmen.

In Heimberg haben wir dann also unsere Statuten deponiert, unseren Stall aufgebaut und auch langsam Struktur in Führung, Haltung und Eier gebracht. Dazu liessen wir das ganze einfach weiter wachsen, gedeihen und entfalten. Aus einem kleinen Hühnerhaufen wurde schon bald eine richtige Hühnerschar… Töne von Freilandhühnern!

…und wenn sie nicht gestorben sind, dann melodierts, klingts, rasselts, präzise schlägts und rhytmets kontrolliert noch immer von Fasnacht zu Fasnacht, von Fest zu Fest und hinterlässts noch immer überall bunte Federn und viel Schwung in den Hüften!